Chancen nutzen!
Möfa-Studienberater Christoph Lange über Perspektiven für Unternehmen und Studierende

PR: Herr Lange, Sie hatten im letzten Jahr einige Möglichkeiten für Unternehmen vorgestellt, den Planungs-, Verkaufs-, aber auch Führungsnachwuchs für die Einrichtungsbranche zu sichern und gesagt, es sei „fünf vor zwölf“. Wie sieht es jetzt, mehr als ein Jahr später, aus?

Lange: Immer noch fragen die Unternehmen in bestimmten Bereichen drei- bis fünfmal mehr Absolventen der MöFa nach als wir an examinierten Fachberatern und Betriebswirten haben. Die Möglichkeiten des für die Unternehmen risikolosen Trainee-Programms wie auch die Chancen des für (Fach-)Abiturienten offenen Dualen Studienganges werden noch zu wenig genutzt.

PR: Woran könnte das Ihrer Meinung nach liegen?

Lange: Die Gründe sind vielschichtig. Fangen wir bei den Unternehmen an: Dort denken viele immer noch, dass man Fach- und Führungskräfte auf Bestellung geliefert bekommen kann. Die Zeiten sind vorbei, es gibt immer weniger junge Leute, und um die konkurrieren viele Branchen. Im „war of talents“ zählen Berufsperspektiven, Arbeitszeiten genauso wie Verdienstmöglichkeiten. Offenbar unterschätzen viele Unternehmen diese Entwicklungen, dafür überschätzen sie gern die vermeintlichen Risiken des trainee-Modells. Dabei sichert doch eine von einem Rechtsanwalt ausgearbeitete Rückzahlungsvereinbarung beide ab.

PR: … und auf Seiten der Bewerber?

Lange: Schauen wir uns zum Beispiel die Auszubildenden in Handwerksberufen wie Raumausstatter, Tischler oder Elektro an: Wer will sich heute im Alter von 16 oder 17 für fünfzig Jahre festlegen? Also könnten doch die Studienmöglichkeiten an der Möbelfachschule die Attraktivität dieser Ausbildungsberufe erhöhen, so dass die Handwerksunternehmen mehr Auswahl haben. Denjenigen, die man weiterbeschäftigen will, bietet man interessante Stellen an, andere können sich mit einem MöFa-Studium auch ohne (Fach-)Abitur für tolle Karrieren in der Einrichtungsbranche qualifizieren.

PR: … und die Abiturienten, sollen die alle an der Uni studieren?

Lange: Uni-Abbrecherquoten von bis zu 50 Prozent beweisen doch, dass zu oft unser Rat ignoriert wird. Wir empfehlen immer, sich die Uni, die Lehrenden und vor allem aber auch die Mitstudierenden genau anzusehen und mit allen zu sprechen. Wir bieten an der Möfa mit dem Dualen Fachschulstudium, also mit der Kombination einer Ausbildung als Kaufmann/frau im Einzelhandel mit dem BWL-Studium, eine zügige, praxisorientierte Doppel-Qualifizierung an, die sich jede(r) – falls gewünscht – bei inzwischen sechs Partnerhochschulen auf ein anschließendes BWL-Bachelor-Studium anrechnen lassen kann. Das sollte man sich einfach einmal vor Ort anschauen.

PR: Was ist mit denen, die eine Ausbildung abgeschlossen haben und ein Bachelor- oder Masterstudium anstreben, für das aber noch die notwendige Fachhochschulreife fehlt?

Lange: Auch das ist an der MöFa möglich: Wer mag, kann mit dem MöFa-BWL-Examen auch gleich eine FHR-Prüfung ablegen und sich die BWL-Semester anrechnen lassen. Mit sechs Hochschulen wie der EUFH und der Rheinischen Fachhochschule Köln haben wir generelle Anerkennungsvereinbarungen. Darüber hinaus kann jede(r) individuelle Aner-kennungen auch bei anderen Hochschulen aushandeln. Auch hier starten viele durch in eine tolle Karriere.

PR: Haben Sie Beispiele für die von Ihnen angesprochenen Karrieren?

Lange: Sicher, viele, das reicht von Vollsortimentern, bei denen einige unsere Absolventen Häuser leiten, über den Hochwertbereich in Handel und Industrie bis hin zum Ausland, wo zum Beispiel eine Absolventin im Bulthaup-Studio in New York arbeitet, einer den Hülsta-Asien-Export organisiert und ein anderer den Import von Nobilia-Küchen in Australien. Andere sind mit kleinen und feinen Abteilungen oder Studios glücklich oder nutzen die Chancen bei Unternehmen im Personal- oder EDV-Bereich. Und: Wir haben Absolventen, die mit dem Existenzgründungspreis NRW ausgezeichnet wurden. Der Chancen sind viele, wir stellen das Sprungbrett …

PR: Was also sollten Unternehmen und Interessenten tun?

Lange: Das ist ganz einfach: Nehmen Sie Kontakt mit uns auf, wir beraten Sie gern. Unter info@moefa.de oder 0221 – 940 130 können Sie Unterlagen anfordern und auch einen Termin für ein individuelles Beratungsgespräch vereinbaren. „Angucken und Anfassen“ ist das Motto.