Schulbesuch vor 45 Jahren
Was die Möfa war und ist

Ein ganz besonderer Besuch hatte sich zu Beginn des Wintersemesters an der Möfa angekündigt. Im Büro des Schulleiters stand eine kleine Gruppe ehemaliger Studierender, hielt ein Glas Sekt in der Hand und plauderte angeregt über vergangene und heutige Zeiten. Es waren Studierende der Jahrgänge 1971 bis 1973, die sich hier erneut begegneten. Gemeinsam mit dem Schulleiter starteten sie zu einem Rundgang durch das Schulgebäude, besichtigten das heutige Wohnheim und fanden sich schließlich gut gelaunt in Gaststätten wieder, die man noch aus alten Studententagen kannte.

Die treuen Ehemaligen blieben nicht völlig unter sich. Denn angehende Betriebswirte, mehr als 15.000 Tage jünger als sie, suchten den Kontakt und begannen schnell, neugierige Fragen zu stellen: Was denn damals die Lieblingsfächer gewesen seien? Ob man damals im Wohnheim gewohnt habe? Ob es die berühmte „Möfa-Rallye“ schon gegeben habe? Was sonst noch besonders lebhaft in Erinnerung geblieben sei?

Und die Ex-Möfisten ließen sich nicht dreimal bitten. Selbst die gezückte Kamera einer rührigen „Meetatmoefa“-Projektgruppe hielt niemanden davon ab, Erlebnisse aus alten Tagen zu erzählen. Mal ernst, mal heiter. Da ist die gemeinsame Erinnerung an einen früheren Dozenten aus dem warenkundlichen Bereich, den die Befragten übereinstimmend als „sehr streng“ beschrieben. Und doch schwärmen heute alle von diesem Lehrer, weil später das Leben gezeigt hat, wie lohnend das anspruchsvolle, fordernde Lernen war. Dankbar denkt man außerdem an weitere Inhalte zurück, die später geradezu zum Lieblingsthema und Steckenpferd wurden. Oder die nach der Schulzeit den Weg in die Selbstständigkeit ebneten.

Im Strom der Erinnerung bleiben die Episoden am Rande oft besonders lebendig. Erstaunt erfuhren heutige Möfisten, dass die Türen des Wohnheims ab 22.00 Uhr geschlossen blieben. Denn volljährig wurde man ja erst mit 21 Jahren. Wer aber mit dem Hausmeister gekonnt Skat spielte, durfte ausnahmsweise schon einmal ein wenig später kommen. Wohl nicht ganz zufällig lag außerdem direkt unter den Wohnheimfenstern ein dicker Baumstamm…

Ja, es gab schon die Möfa-Rallye, bestätigten die Ehemaligen. In ihrem Jahrgang, im Herbst 1971, zum ersten Mal. Damals machte man sich noch nicht per pedes mit dem Bollerwagen auf dem Weg durch die Domstadt, sondern riskierte einen heißen Reifen mit dem eigenen PKW. So verrückt wie heute waren bereits 1971 die Anforderungen an die Teilnehmer: 533 Stufen bis zur Spitze des Kölner Doms wollten bewältigt sein, um auf einem Zettel weitere Anweisungen für den Verlauf der Rallye zu gewinnen. Im Kloster sollte man sich von Mönchen etwas geben lassen, am Ziel musste man im Schlafanzug erscheinen. Schon damals war also die Möfa-Rallye ein buntes, fröhliches Treiben, gut für die Stimmung unter den Studierenden und gut für den Gemeinschaftsgeist.

Was denken wir Studierende, wenn wir all das und noch vieles mehr hören? Vielleicht, dass die Möfa bei allem Wandel sich doch in Vielem treu bleibt. Dass sie zwar fordernd und inhaltlich anspruchsvoll war und ist, dabei aber zugleich nicht aus dem Blick verliert, dass auch andere Lebensbatterien immer wieder aufgeladen werden wollen: Gedanken an eine gute Gemeinschaft, vielleicht Freundschaft, an einen Ausgleich vom Lernen gehören hierzu. Das war und ist die Möfa. Erfahrungen von 1971 und 2016 bestätigen es.

Weitere Informationen und Filmausschnitte zum Thema finden Sie unter meetatmoefa.de

Text: PR-Gruppe / Foto: Meetatmoefa