Das Leitbild der Fachschule des Möbelhandels

Orientierung schaffen, Begeisterung und Leidenschaft erhalten und verstärken.

Ein gemeinsam von Mitarbeiterinnen, Mitarbeitern und Studierenden der Fachschule des Möbelhandels entwickeltes Bild über die Gegenwart und Zukunft der Schule mit hochgesteckten Zielen schafft Orientierung und Begeisterung, wenn über diese Ziele und die Wege der Erreichung Einigkeit und Transparenz herrschen.

Wir legen hiermit auch eine Vision der Zukunft der Fachschule des Möbelhandels vor, definieren sechs Leitsätze unserer Werte und unseres Handelns und die Wege zu deren Umsetzung. Damit bestimmen wir unser Profil als Bildungsdienstleister, die Positionierung als Branchenschule und die Differenzierung gegenüber dem Wettbewerb.

Es ist Aufgabe aller - Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und auch der Schüler/innen und Studierenden - dies durch ihr Handeln zu gewährleisten.

Köln, im Mai 2008


1 Die Fachschule des Möbelhandels nimmt als einzige Branchenschule ihrer Art in der Bundesrepublik Deutschland und Europa jetzt und in Zukunft eine herausragende Stellung in der Aus- und Fortbildung für die Einrichtungsbranche ein.

Sie versteht sich als Bildungsdienstleister mit besonderer Branchenorientierung und bietet ihren Kunden ein breites Angebot von der Berufsausbildung bis zu ihrem Schwerpunkt, der umfassenden Fortbildung für die Einrichtungsberatung und die Übernahme von Führungspositionen.

Im Mittelpunkt stehen die Schüler/innen und die Studierenden aus ganz Deutschland und dem deutschsprachigen Europa als primäre Kun dengruppe. Wir befähigen zur Erfüllung der Aufgaben im Beruf, zur Mitgestaltung der Arbeitswelt und der Gesellschaft in sozialer und ökologischer Verantwortung. Damit trägt die Schule zur Selbstverwirklichung des Einzelnen bei, fördert sein gesellschaftliches Engagement und eröffnet Karrierechancen insbesondere innerhalb der Einrichtungs branche.

Die zweite Kundengruppe ist die Einrichtungsbranche auf den verschiedenen Wirtschaftstufen mit ihren unterschiedlichen Betriebsformen. Ihr stellt die Schule mit ihren Absolventen geeignete Fach- und Führungskräfte zur Verfügung. Dafür benötigt und pflegt die Schule intensive Kontakte zur europäischen Einrichtungsbranche.

Als Ersatzschule und Berufskolleg in Nordrhein-Westfalen ist die Schule eingebunden in das berufliche Bildungsangebot des Landes.

Praxisnähe und Offenheit gegenüber Veränderungen der Fachwissenschaften und der Arbeitswelt spielen eine entscheidende Rolle in unserer pädagogischen Arbeit.

Dazu evaluieren wir die Bildungsangebote und die Unterrichtsqualität regelmäßig und messen sie an den Anforderungen der verschiedenen Kundengruppen. Permanente fachliche und pädagogische Fortbildung ist für alle Mitarbeiter/innen selbstverständlich. Die Schulentwicklung richten wir an diesen Veränderungen aus und schaffen darüber hinaus Möglichkeiten der Durchlässigkeit der verschiedenen Bildungs- und Studien gänge bis zum Hochschulabschluss.

Wir schaffen und sichern eine moderne und bedarfsgerechte schulische Infrastruktur, die durch Gestaltung und Ausstattung den Anforderungen einer Schule der Einrichtungsbranche gerecht wird, und die eine zielgerechte Lern- und Aufenthaltsqualität für Schüler/innen und Studierende sicherstellt.

Dem Schulträger obliegt die sach- und branchengerechte Ausstattung der Schule, die Bereitstellung des benötigten Fachpersonals und die Sicherstellung der pädagogischen Unabhängigkeit der Schule. Schule und Schulträger gemeinsam tragen die Verantwortung für die Weiterentwicklung des Bildungsangebotes und für kontinuierliches Marketing.


2 Unsere Ziele im Sinne einer umfassenden Aus- und Fortbildung sind die optimale Qualifizierung für die Anforderungen der Berufs- und Arbeitswelt, die Förderung von Allgemeinbildung sowie die soziale und ethische Bildung.

Im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen unsere Studierenden und Schüler/innen und die Qualifikationsansprüche der Unternehmen der Möbelbranche. Durch eine zeitgemäße Aus- und Fortbildung stellen wir sicher, dass unsere Schüler/innen und Studierenden den sich verändernden Qualitätsanforderungen gerecht werden.

Unser pädagogisches Konzept orientiert sich am Leitgedanken des handlungsorientierten Lehrens und Lernens mit hoher Praxisnähe und besonderer Ausrichtung auf die Einrichtungsbranche.

Unser pädagogisches Leitprinzip ist das des Forderns und Förderns, um alle Schüler und Studierenden zur Entfaltung ihres individuellen Leistungspotentials anzuspornen.

Wir vermitteln Schlüsselqualifikationen und praxisgerechte, moderne Inhalte. Wir gestalten einen praxis- und handlungsorientierten, methodisch abwechslungsreichen und vielfältigen Unterricht.

Wir integrieren Fallbeispiele und konkrete Entscheidungssituationen aus der Praxis. Durch die inhaltliche Gestaltung und Progression der Lern- und Entscheidungssituationen, ihre Orientierung an der Einrichtungsbranche und die Bereitstellung entsprechend ausgestatteter und gestalteter Unterrichtsräume wird der Branchenbezug deutlich.

Wir differenzieren in kleinere Lerngruppen, wo immer dies sinnvoll und möglich ist. Wir geben unseren Schülern und Studierenden regelmäßige Rückmeldungen über ihren Leistungsstand und nutzen ihre hohe Eigenmotivation. Wir begegnen ihnen mit Fairness und Respekt.

Wir unterstützen aktiv die Orientierung unserer Studierenden in der Branche und die Suche nach Praktikums- und Arbeitsplätzen durch ein breites Netzwerk von Außenkontakten, Karrieretagen, Messebesuchen, Exkursionen zu Herstellern, Verbänden und Händlern sowie durch vielfältige Fachreferate externer Referenten. Fachschulprojekte nehmen Bezug auf die Branche.

Als Bildungsdienstleister schaffen wir die Voraussetzungen und die Motivation für lebenslanges Lernen und vermitteln im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten neben den beruflichen auch zusätzliche allgemeinbildende Abschlüsse. Wir wollen die Forderung nach Durchlässigkeit aus den und in die verschiedensten Ebenen des deutschen und europäischen Bildungswesens mit Leben füllen.

Fachlich hochqualifizierte Dozenten garantieren durch ihr Engagement und regelmäßige Kontakte mit Unternehmen der Branche eine Aus- und Fortbildung auf hohem Niveau, die die individuellen Lernvoraussetzungen der Schüler und Studierenden zur Förderung aller am Lehr- und Lernprozess Beteiligten nutzt.


3 Die Fachschule des Möbelhandels begreift sich als ein Bildungsinstitut, das Veränderungen aktiv und planvoll mitgestaltet.

Dazu müssen Problembereiche und Veränderungen auf dem Einrichtungsmarkt und die Entwicklungen im methodischdidaktischen Bereich frühzeitig wahrgenommen und nachhaltige Lösungen gefunden werden. Wir überprüfen daher regelmäßig, ob das Bildungsangebot der Schule den sich verändernden Anforderungen gerecht wird.

Arbeitsgruppen führen systematische Befragungen von Absolventen und Unternehmen durch, und die Dozenten erkunden und berücksichtigen die Meinung ihrer Schüler und Studierenden.

Vielfältige und enge Kontakte zur Einrichtungsbranche ergänzen die systematischen Verfahren auf ideale Weise.

Die Dozenten führen den Dialog mit der Branche: durch Seminarangebote der Führungsakademie, bei Produktpräsentationen in der Schule, auf Jahrestagungen der Verbände und auf Messen.

Ausdruck dieser permanenten Evaluation sind regelmäßig kollegial überarbeitete und weiterentwickelte Lehrpläne und Lernsituationen, bei denen auch neue pädagogische Erkenntnisse und veränderte Anforderungen durch den Schulgesetzgeber berücksichtigt werden.


4 Die Fachschule des Möbelhandels ist stark durch ihr Netzwerk.

Die Fachschule des Möbelhandels hat seit ihrer Gründung 1938 eine Vielzahl von Absolventen in die Einrichtungsbranche entlassen, die im Handel, in der Industrie oder in den branchennahen Dienstleistungsunternehmen tätig sind. Sie bilden ein aktives Netzwerk, das in ständiger Weiterentwicklung steht und die Schule unterstützt.

Die Beziehungen der Absolventen untereinander und zur Schule werden durch Veranstaltungen der Schule, Messegespräche, Projekte oder private Kontakte ständig aktualisiert und gefördert.

Unsere Studierenden orientieren sich somit an aktuellen Themen, erschließen Betätigungsfelder für Ihre Projekte und prüfen und verbessern ihre Methoden für ein erfolgreiches Handeln in der Praxis. So bietet sich ihnen häufig auch der Einstieg in eine erfolgreiche Karriere und den Unternehmen die frühzeitige Kontaktaufnahme mit potentiellen Mitarbeitern.

Die Dozenten der Schule bekommen über das Netzwerk Zugang zu relevanten Informationen und Produkten, die für die realistische Gestaltung von Lernsituationen unerlässlich sind.

Die Internetplattform "meet@möfa" dient der Stärkung dieses Netzwerkes und lässt eine lebendige Community zum Nutzen aller Beteiligten entstehen.


5 Wir geben unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Entwicklungschancen, Freiräume und Wertschätzung.
Wir erwarten Eigenverantwortung, Partnerschaftlichkeit, Leistung und Professionalität.
Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen leisten den wertvollsten Beitrag zur Erreichung der Ziele unserer Schule.


Wir sind motiviert, uns in unserem Tätigkeitsfeld zu engagieren und weiterzuentwickeln. Klare Strukturen und verbindliche Zielvereinbarungen ermöglichen jedem, seine beste Leistung zu bringen. Damit schaffen wir die wichtigste Voraussetzung für den Erfolg unserer Schule. Durch zielgerichtete interne und externe Fortbildung fördern wir die individuelle Weiterentwicklung.

Wir pflegen ein korrektes und offenes Verhalten gegenüber allen, die an der Erfüllung des Bildungsauftrages der Schule mitwirken. Es findet ein ständiger Informationsaustausch zwischen Schulträger und Schulleitung einerseits und der Schulleitung und den Mitarbeiter/innen andererseits statt.

Wir arbeiten teamorientiert und unterstützen einander. Glaubwürdigkeit, Offenheit und Akzeptanz unterschiedlicher Standpunkte sind die Grundlage für unsere gemeinsame Arbeit. Wir kommunizieren offen und ehrlich miteinander und respektieren uns gegenseitig.


6 Unser Schulmarketing stellt die konsequente Ausrichtung sämtlicher schulischer Aktivitäten auf die Bedürfnisse unserer Zielgruppen dar.

Wir streben ein prägnantes Erscheinungsbild der Schule an, mit dem wir uns gegenüber den genannten Zielgruppen präsentieren und im zunehmenden Wettbewerb im Bildungssektor weiter profilieren.

Wir fördern damit das Interesse an Aus- und Fortbildung innerhalb der Branche, aber auch branchenfremde Interessenten wollen wir für den Einstieg in die faszinierende Welt des Wohnens und Einrichtens mit ihren ausgezeichneten Zukunftschancen begeistern.

Im Rahmen dieser Zielsetzung verbessern wir kontinuierlich das Bildungsangebot der Schule und kommunizieren dieses Angebot nach außen. Dazu betreiben wir eine systematische Öffentlichkeitsarbeit, die gezielt durch weitere Kommunikationsinstrumente im Rahmen der vom Schulträger bereit gestellten Mittel begleitet und fortentwickelt wird.

Zu den PR-Maßnahmen gehören regelmäßige Veröffentlichungen über Schulaktivitäten sowie die Präsentation der Schule auf Bildungsveranstaltungen und Fachmessen, insbesondere auf der Internationalen Möbelmesse in Köln mit einem eigenen Stand. Weitere Schwerpunkte der PR-Arbeit bilden regelmäßige Infotage sowie Vortrags- und Festveranstaltungen zu besonderen schulischen Anlässen. Um die Bildungs- und Studiengänge der Schule an Ausbildungsstätten von branchennahen Berufen zu präsentieren, bauen wir gezielt einen Kreis von relevanten Ansprechpartnern auf. Weiterhin verfolgen wir den Aufbau einer Gruppe von Absolventen, die im Rahmen ihrer Außendiensttätigkeit in der Branche über unser Angebot informiert und dieses auch in entsprechenden Schulen vorstellt.

Weiterhin nutzen die Mitglieder des Kollegiums im Rahmen ihrer Tätigkeiten als Dozenten für Firmenseminare die damit verbundenen Möglichkeiten zur Präsentation der Schule und zum Aufbau von Kontakten.

Die Internetseiten der Schule (www.moefa.de und www.meetatmoefa.de) bilden den Kern der elektronischen Werbemittel und werden regelmäßig gepflegt.

Die Schulleitung koordiniert die Aktivitäten, die durch ein starkes Engagement des Lehrerkollegiums getragen und im Rahmen von Projekten durch die Schüler/innen und Studierenden unterstützt werden.