Wie gewinnt man neue Küchenfachberater?

Ein Traineekonzept – vorgestellt von Georg Molls

PR-Gruppe: Herr Molls, Sie leiten den Bildungsgang „Küchenfachberater“ an der MöFa in Köln. Was gibt es da Neues?

G. Molls: In keinem anderen Studiengang der MöFA übertrifft die Nachfrage nach Fachkräften so deutlich die Zahl der erfolgreichen Absolventen. Es liegt also im Interesse von Unternehmen der Küchenbranche, mit einem erweiterten Ausbildungsangebot möglichst viele ehrgeizige junge Leute zu erreichen. Zugleich kommen wir damit natürlich auch all denjenigen entgegen, die zum Beispiel über eine handwerkliche oder kaufmännische Ausbildung verfügen. Menschen, die sich dann für eine anspruchsvolle Tätigkeit weiter fortbilden wollen. Einfach, weil sie die Vorstellung reizt, später einmal zu einer perfekten Beratungsdienstleistung in der Lage zu sein, die sowohl fachlich als auch menschlich überzeugt.

PR-Gruppe: Herausfordernde Ziele sind natürlich nur hilfreich, wenn es gute Wege gibt, um ihnen entgegenzugehen…

G. Molls: Genau das ist der Punkt. Da sind wir wieder bei der MöFa. Denn sie ebnet den Weg zum Küchenspezialisten. Hier gibt es eine lange, inzwischen sich über Jahrzehnte erstreckende Erfahrung zu diesem Thema. Da möchten wir anknüpfen und angesichts dessen, was der Arbeitsmarkt fordert, unser Angebot ausbauen. Deshalb planen wir einen zusätzlichen Starttermin für die einjährige Fortbildung. Sie soll nicht erst im Herbst, sondern zusätzlich bereits Ende März 2017 beginnen. Voraussetzung hierfür ist, dass wir eine entsprechende Resonanz auf unser erweitertes Angebot erhalten.

PR-Gruppe: Ein zusätzlicher Lehrgang, das sind etwa 20 – 25 fortbildungswillige Teilnehmer. Auch wenn das manchen überraschen mag: Trotz bester beruflicher Chancen bedarf es echter Anstrengungen, hier die Richtigen zu finden.

G. Molls: Stimmt. Das funktioniert tatsächlich nur, wenn alle Beteiligten ihren Teil dazu beitragen. Wenn also Unternehmen darauf bedacht sind, junge Leute in den eigenen Reihen durch eine Qualifizierungsphase an der MöFa zu fördern. Ein Trainee-Vertrag mit Rückzahlungsklausel hält dabei den Mitarbeiter im Unternehmen. Wird Entsprechendes vereinbart, kann das zur Grundlage einer langen Zeit wechselseitiger Zufriedenheit von Arbeitgeber und Mitarbeiter werden.
Zugleich liegt der Ball aber auch bei den Verbänden. Sie können Unterstützungsarbeit leisten. Und nicht vergessen sollten wir natürlich diejenigen, die es letztlich betrifft. Der Mut, im Interesse der eigenen beruflichen Zukunft Initiativen zu ergreifen, ist hier natürlich gefragt.

PR-Gruppe: Das kann natürlich ein Problem sein. Manchmal begegnet man Interessenten, die nur deshalb sehr skeptisch sind, weil sie die eigenen Möglichkeiten nicht hinreichend einschätzen können.

G. Molls: Diese Sorge können wir jeder und jedem nehmen. Das ist ja genau unsere Aufgabe: Wir holen die Teilnehmer dort ab, wo sie jetzt stehen. Und wir bringen Sie so weit wie möglich; so weit, wie es irgendwie geht. Dazu kombinieren wir Planung, Verkauf und Kalkulation. Aufgeschlossenheit und eigenen Antrieb müssen die Teilnehmer selbst mitbringen. Das Wissen, wie man Küchen plant und verkauft, bringen wir ihnen dann schon bei.

PR-Gruppe: Das Trainee-Konzept für Fortbildungswillige klingt interessant. Lässt es sich auch auf andere Studiengänge der Möfa übertragen?

G. Molls: Klar, das kann man genauso mit den Einrichtungsfachberatern und dem BWL-Führungskräftenachwuchs machen. Viele unserer Absolventen haben spannende und interessante Positionen im Handel, aber auch im Vertrieb von Herstellern inne. Und jedes Jahr stellen wir bei den neuen Studierenden fest, dass über 80 % auf Empfehlung von Ehemaligen oder durch einen Rat aus der Branche heraus zu uns gefunden haben.

PR-Gruppe: Es steht eine IMM mit Küchenbeteiligung vor der Tür. Was raten Sie den Fachbesuchern?

G. Molls: Neben den obligatorischen Rundgängen bei den Herstellern und Verbänden sollte ein Besuch auf dem MöFa-Stand in Halle 3.1 und/oder auf dem BVDM/MöFa-Stand auf dem Boulevard zum Pflichtprogramm eines jeden Fachbesuchers zählen. Angesichts der immer wieder zu lesenden Personalknappheit kann eine unverbindliche Beratung sicher nicht schaden. Nur wer sich beizeiten Gedanken macht, kann die Probleme der Zukunft lösen.

Text: PR-Gruppe, Georg Molls
Foto: Maximilian Penger