Vergiss den „Blue Monday“!
Warum die Unglückformel an der Möfa nicht gilt

[1/8W+(D-d)]x3/8TQ:MxNA. So lautet eine Formel des britischen Psychologen Cliff Carnall. Mit ihr lässt sich angeblich errechnen, dass der dritte Montag im Januar der schrecklichste Tag des Jahres ist. Üble Faktoren mischen sich hier zu einem äußerst deprimierenden Cocktail. Zu seinen Zutaten gehört das schlechte Wetter und sich häufende Rechnungen. Weihnachten ist zudem endgültig vorbei, erste Neujahrs-Vorsätze sind bereits kläglich gescheitert, ein Motivationsloch klafft.

Als „Blue Monday“ bezeichnen deshalb manche seit 2005 den dritten Wochenbeginn im Januar. An der Wissenschaftlichkeit dieser Einschätzung lässt sich freilich berechtigt zweifeln. Auch Möfisten haben die Formel nicht genau nachgerechnet. Dass der Erfinder der Gleichung nicht eine Autorität wie Einstein ist, scheint ihnen allerdings auch ohne Rechenkünste unmittelbar einsichtig zu sein.

Denn zumindest für die Fachschule hapert ganz sicher etwas an der Formel. Zugegeben, das Orkantief Friederike tobte in der Kölner Messewoche mit ungewöhnlicher Wucht über das Land. Der Faktor „Wetter“ entsprach also den Annahmen. Doch sonst? „Colour your career“, lautete das Motto des Möfa-Messestands auf der imm cologne. Statt trübem Blau bestimmten bunte Farben und vielversprechende Schlagworte wie „Chance“, „Zukunft“ und „Kreativität“ das Bild.

Zu Recht: Denn nicht zuletzt zeigen zahlreiche Anfragen unterschiedlicher Ansprechpartner auch am Messestand immer wieder, wie begehrt die Absolventen der Schule sind. Viele Wege stehen denen offen, die für sich ein klares Ziel sehen. Da fällt es insgesamt leicht, ein motivierter Studierender mit dauerhaft guten Vorsätzen zu sein.

Der glücklichste Tag im Jahr soll übrigens der dritte Freitag im Juni sein, sagt der Psychologe. Für Möfisten verschiebt sich das Datum vermutlich um etwa einen Monat. Denn mit dem Zeugnis als staatlich geprüfter Betriebswirt oder Fachberater in der Tasche lässt sich leicht eine heitere, unbeschwerte Möfa-Abschlussparty feiern. Schreiben wir also die Formel um: Alles ist gut im Januar. Aber es kann sogar noch besser werden!

Text und Foto: PR-Gruppe