„Das bleibt auf jeden Fall in Erinnerung.“

Was Möfisten außerhalb ihrer Schule erlebten...

„Ihre Meinung ist gefragt.“ So werden zum Beispiel Zeitungsleser gerne um eine Einschätzung des aktuellen Zeitgeschehens gebeten. Und gleichgültig, ob es sich hierbei um Fragen der Außenpolitik, um die Ehe für alle oder zum Beispiel um Migration handelt: Es entsteht ein buntes Stimmengewirr. Es ist, als habe man einen Euro in einen alten Kaugummiautomaten geworfen. Man dreht an einem Hebel – und eine ganze Handvoll bunter Gedankenkugeln fällt zunächst ungeordnet heraus.

Umso bemerkenswerter ist ein ganz anders geartetes Befragungsergebnis in zwei Fachschulklassen der Möfa. Nur wenige Tage nach Semesterbeginn waren angehende Einrichtungsfachberater und Betriebswirte des dualen Studiengangs nach Ostwestfalen aufgebrochen, um vor Ort zu erleben, wie Holz oder Häute zu schönen Möbeln werden. Persönliche Erfahrung und Anschauung sollte also wieder einmal ergänzen, was zuvor im Unterricht besprochen, mithilfe von Handouts vertieft und durch Bilder und Videos erläutert worden war.

Ein solcher Einblick in die Praxis ist immer ein Gewinn, keine Frage. Und doch ist es eher ungewöhnlich, wenn ein schriftliches Feedback der Studierenden nach vorherrschenden Eindrücken ihrer kurzen Reise am Ende nahezu gleichlautende Formulierungen hervorbringt. „Beeindruckend“, „spannend“, „intensiv“, „ein außergewöhnliches Erlebnis“, „eine Erfahrung, die nicht mehr aus dem Kopf geht“ – so einstimmig klang der Chor der Teilnehmerstimmen, der die Eindrücke wiedergab, die im niedersächsischen Unternehmen Heller-Leder gewonnen wurden. Dort hatte man zunächst einen Berg von Häuten passiert, gerade erst vom toten Tier getrennt. Dann erlebte man Schritt für Schritt, anschaulich erklärt, den Weg der Rohware zum fertigen Leder. „Nichts für Geruchsempfindliche“ ist das, notierte ein Teilnehmer. Dennoch aber wertvoll, weil es das Verständnis für die Arbeit mit dem Material enorm vertieft.

Es war nicht nur der Besuch bei Heller-Leder, der die Studierenden vollends überzeugte. Auch der Besuch beim Unternehmen COR Sitzmöbel ermöglichte intensive Eindrücke, in der Fabrikation, beim Besuch der Ausstellung und bei der Besichtigung neuer Büro- und Objektmöbel. Ein Vortrag zum Thema „Bezugsstoffe“ wurde ebenso als ausgesprochen aufschlussreich erlebt. Und schließlich sorgten außerdem der Besuch der Rietberger Möbelwerke, der dritte Anlaufpunkt der Exkursion, für weiteren Gesprächsstoff: über moderne, vielfältige, farbenfrohe Kastenmöbel, neue Schlafzimmer und über Informationen, die aus erster Hand vom Inhaber des Unternehmens stammten.

Text: PR-Gruppe
Foto: Sacha Lempereur