Schlösser der Sympathie
Wie die Möfa noch schöner wurde

Seit 2013 weiß es sogar der Duden. Ein Liebesschloss, so definiert er, ist ein „an einem Brückengeländer als Symbol dauerhafter Liebe eines Paares angebrachtes Vorhängeschloss, dessen Schlüssel in den Fluss geworfen wurde.“ Im Spätsommer 2008 sollen die ersten Liebesschlösser an der Hohenzollernbrücke in Köln befestigt worden sein. Ein Jahr später besang die Kölner Band „Höhner“ einen Brauch, der vermutlich italienische Wurzeln hat. Heute hängen nach eher vorsichtigen Schätzungen etwa 40.000 Schlösser an der Eisenbahnbrücke über den Rhein. Sie ist wohl der derzeit bekannteste Ort für die neue Sitte.

„Per sempre“, „für immer“ schwören sich die Paare ewige Liebe, wenn sie auf romantische Weise mit Schloss und Schlüssel hantieren. Und deshalb sorgte in der Aula der Fachschule des Möbelhandels eine zwar ähnliche, aber durchaus nicht gleichartige Aktion für viel Heiterkeit bei den anwesenden Studierenden. Auch an diesem Ort wurden Schloss und Schlüssel überreicht, dieses Mal von der Teilnehmerin einer Projektgruppe an einen überraschten Studierenden. Doch, leider, hier ging es nicht um die ganz großen Gefühle. Immerhin aber war Verbundenheit das Thema. Verbundenheit mit der Fachschule und mit den Mitstudierenden.

Diese innere Bindung an die eigene Schule könnte seit diesem Sommer eine weitere Ausdrucksform finden, wenn es nach dem Willen von sieben Mitgliedern einer Projektgruppe geht. So stehen im umgestalteten Aufenthaltsbereich der Schule seit Neuestem Gabionen, mit Steinen gefüllte Drahtkörbe also, von denen aus Ketten zur Decke gespannt sind. Genau hier hängen wahrscheinlich bald erste Schlösser, die eben nicht Liebes-, wohl aber Sympathieschlösser sein werden. Der überraschte Studierende aus der Aula wurde für die entsprechende Aktion schon jetzt mit den richtigen Requisiten ausgestattet.

Für eine Schule, in der man sich wohlfühlt, hat die genannte Projektgruppe Beachtliches geleistet. Sie nahm das Möfa-Werbemotto „old, but sexy“ beim Wort. Ihr Ziel: Ein ansprechendes Arbeitsumfeld für die Studierenden noch weiter auszugestalten. Beim Lernen ebenso wie bei der kurzen kreativen Pause zwischen den Unterrichtstunden. Deshalb bemühte man sich seit Jahresbeginn um Befürworter und Sponsoren für die eigenen Umgestaltungsideen.

Dem Engagement der sieben Studierenden ist es zu verdanken, dass die Einrichtungsstudios der Schule im Ergebnis teilweise einen neuen Anstrich bekamen und durch Flächenvorhänge des Unternehmens JAB Anstoetz, durch Bettwäsche des Möbelhauses Porta in Frechen und durch Büromöbelausstattung von USM weiter aufgewertet wurden.

„Brune Lounge“ soll nach den Vorstellungen der Studierenden schließlich der umgestaltete Cafeteria-Bereich heißen. Immerhin unterstützte der Hauptsponsor Brune die Schule mit vier neuen Tischen und sechzehn passenden Stühlen. Neue Lampen von Masterlight aus Holland sorgen für eine optimale Beleuchtung; zusätzliche Sitzgelegenheiten schuf die Spende von zehn POMP-Hockern durch das Unternehmen „Ruhe und Raum“. Ebenfalls der Fachschule wohlgesonnen, unterstützte schließlich ein befreundeter Graffiti-Künstler die Projektgruppe bei der Neugestaltung von Getränkeautomaten im Pausenhof. Sie erstrahlen jetzt in den Schulfarben Blau und Rot.

Für all diese Unterstützung ist nicht nur das Projektteam dankbar. Froh sind alle, die sich in ihrer Schule wohlfühlen und von denen demnächst das ein oder andere Sympathieschloss nach ihrem Ausscheiden zurückbleiben wird.

Text: Projekt- und PR-Gruppe
Foto: Oliver Schmauch, Rüdiger Mendt, Sina Wenzel