„Wer ist denn das?“
Neue Dozenten an der Möfa

Eine gute Botschaft: Jeder Studierende an der Möfa hat gewonnen! Seine Gutschrift beträgt 4320! Jeden Tag aufs Neue, außer am Wochenende! Der Betrag steht jedem persönlich zur Verfügung. Zu beachten ist: Was nicht abgehoben wird, erlischt. Allerdings wird schon am nächsten Tag die Summe erneut bereit gestellt. Und das sogar für den Zeitraum von ein, zwei oder sogar drei Jahren.

4320 Sekunden umfasst die tägliche Lernzeit an der Möfa. Am Morgen. Nachmittags kommen weitere Chancenguthaben hinzu, die eigenverantwortlich erworben werden. Ausgezahlt werden die „Guthaben“ von engagierten Dozenten. Sie geben gerne weiter, was sie zunächst selbst erworben haben. Das gilt für die Altgedienten ebenso wie für die Neuen. Wer aber sind diese Neuen? Das können Sie im Folgenden näher erfahren.

Linda Wilhelm

„Ursprünglich wollte ich Industrie- oder Kommunikationsdesignerin werden. Aber heute bin ich froh, dass ich mich anders entschieden habe. Denn ich mag den Kontakt zu den Studierenden – und ich vermittle gerne fachspezifisches Wissen.“ Linda Wilhelm, seit dem Herbst 2016 neue Möfa-Dozentin für die Fächer Gestaltung, Polstermöbelkunde und Heimtextilien, hat offensichtlich ihren Traumjob gefunden. In Wuppertal studierte sie Gestaltungstechnik und Chemie, absolvierte Praktika bei einem Polsterer, gewann erste Unterrichtserfahrungen sowohl am Gymnasium als auch am Berufskolleg. Heute vermittelt sie den Studierenden an der Möfa vielfältige Informationen über Materialien und Gestaltungsmöglichkeiten.

Praktisches Arbeiten liegt Linda Wilhelm im Blut. Die junge Dozentin malt und zeichnet gern. Sie mag Produkte, die man selbst herstellt. In ihrer Freizeit näht sie viel, entspannt sich dabei, zaubert zum Beispiel Kleider für ihre Freundinnen. „Was mir an der Möfa gefällt: Die Außenwelt ist Realität“, sagt sie im Verlauf eines Pausengesprächs. Sie weiß: So manche schöne Theorie wird schnell durch hässliche Tatsachen ermordet. Die Möfa aber ist keine Welt für sich. Sie steht im engen Austausch mit der Branche, lebt auch von Impulsen, die von außen kommen. Das gefällt Menschen, die lebensnah und praxisbezogen denken. Linda Wilhelm gehört dazu.

Christoph Pütgens

Bereits seit dem Wintersemester 2015 verstärkt Christoph Pütgens das Lehrerteam an der Möfa. Sein Thema sind die warenkundlichen Fächer: Möbelkunde, Küchentechnik, Polstermöbelkunde. Kaufmännische Assistenten erfahren außerdem etwas über die Grundlagen der Physik.
Vor den Studierenden steht ein Mann, der das Handfeste, das Praktische liebt. Auf eine Ausbildung zum Schreiner folgte das Hochschulstudium im Bereich „Bau- und Holztechnik“ an der RWTH Aachen. Anschließend arbeitete Christoph Pütgens unter anderem als Werkstattlehrer am Berufskolleg. Dort ließ er seine Schüler gerne etwas mit den eigenen Händen erleben und erfahren. „Das fiel mir leicht“, sagt er rückblickend, „denn ich bin selbst so gepolt.“ Das Werkzeug liegt auch im eigenen Zuhause des Dozenten stets griffbereit. Häuser hat er selbst umgebaut. Vom Holz über Stein bis Beton: Christoph Pütgens weiß, wie hier zu verfahren ist.

Nicht weiter erstaunlich also, dass man den Dozenten an seiner früheren Schule nur ungern ziehen ließ. Doch die Möfa hatte gute Argumente: die überschaubare Größe der Schule, die gute Ausstattung, die enge Verknüpfung mit Handel und Herstellern. „Holz arbeitet immer“ – diesen Lieblingssatz des früheren Arbeitskollegen Uwe Rau greift Christoph Pütgens bei seiner Unterrichtsarbeit heute gerne auf. Er möchte, dass intensives Lernen leicht fällt, weil stets erlebbar ist, dass es um Themen geht, die den Start in den Berufsalltag erleichtern. Das deutlich positive Feedback von Möfisten zeigt: Diese Botschaft wird verstanden.

Text: PR-Gruppe
Foto: PR-Gruppe, Marvin Brandes