Looking for top talents

"home 24" - ein neues Onlingeangebot

Überfall in einer großen Bank. Schwarz maskierte Gangster stehen in der Mitte des Raums und beginnen ihr zerstörerisches Werk. Glas klirrt, große Geldscheinbündel wechseln in Sekundenschnelle unrechtmäßig den Besitzer. Dann betritt der Paketdienst ahnunglos den Raum, schwer beladen mit einem beeindruckenden Stapel von Lieferungen des Schuhversenders Zalando. Und urplötzlich kippt die Stimmung: Denn die weiblichen Geiseln, die eben noch flach auf dem Boden lagen, vergessen ihre Angst, schiere Begeisterung sucht sie heim, mit spitzen Schreien stürzen sie geballt auf den Auslieferer - und jagen die von der neuen Situation überraschten Ganoven in die Flucht.

"Schrei vor Glück" - es gibt Geschichten aus der Werbung, die sich tief in das Gedächtnis vieler Konsumenten eingraben. Weil sie eigenwillig und originell sind, ein neues Angebot gekonnt in einer Geschichte verpacken. Zalando bietet hier ein Beispiel, wie es ein startup-Konzept für das Internet innerhalb weniger Jahre zu 85 % Markenbekanntheit in Deutschland bringen kann.

Auch andere Online-Angebote sind inzwischen den meisten Zeitgenossen geläufig: Wer hätte noch nie etwas von der Partnerbörse "edarling" gehört? Oder von "groupon", dem Anbieter von Eventgutscheinen zu Tiefstpreisen? Die Mutter dieser und von Dutzenden weiterer Angebote heißt "Rocket Internet", eine Beteiligungsfirma, die junge Online-Unternehmen finanziell und mit Managementkapazitäten fördert. Das klingt recht abstrakt, zaubert aber heute den "digital natives" oft ein Funkeln in die Augen.

Schließlich geht es hier um die revolutionäre Wucht, die das Internet nach wie vor besitzt, es geht um neue Wertschöpfungen und um neue Arbeitsplätze. Informationen hierzu erhielten die Studierenden der Möfa aus allererster Hand durch einen Besuch aus Berlin, der sich für das schulinterne Branchenforum angekündigt hatte. Dr. Philipp Kreibohm, Geschäftsführer der Rocket Internet-Tochter FP Commerce, berichtete über brandaktuelle Online-Konzepte für das Thema "Wohnen und Einrichten". Schon das Auftreten faszinierte: Lebhaft, engagiert und wortgewandt sprach der promovierte Jurist und erfahrene Geschäftsmann über bisherige Konzepte und vor allem über neue Planungen.

"Was ist mit dem Markt für Möbel?", fragte er seine Zuhörer, "wir sehen keinen Zalando oder Amazon in diesem großen Bereich. Die Frage nach Gebrauchtwagen ist zum Beispiel durch das Internet mit Mobile oder AutoScout gut beantwortet. Wie sieht das bei Einrichtung aus? Online - das wollen wir gewinnen!" Dabei ist es nicht beabsichtigt, so beeilt sich Dr. Kreibohm zu betonen, die Leute aus den Möbelhäusern herauszuholen. Im Zentrum des neuen Angebots soll nicht der Preiskrieg, sondern der Convenience Sale stehen. Der Blick richtet sich damit auf Menschen, die sich lieber vor den Rechner setzen, um sich so den Einkaufssamstag zu ersparen.

"Home24" heißt das neue Angebot. Es ist Nachfolger der Seite "Möbelprofi". Der gewandelte Name soll verdeutlichen, das hier nicht nur Möbel, sondern ebenfalls Wohnaccessoires, Lampen und vieles mehr angeboten werden. "Wir haben uns gefragt, möchten wir bei Möbelprofi kaufen? Nein. Der Name hat nicht genug Charme", ergänzt Dr. Kreibohm hierzu. Und kommt dann auf sein Hauptanliegen zu sprechen: Neue, fähige Leute für sein Unternehmen müssen her. Hier sind Experten gefragt, die in der Warengruppe zu Hause sind und deshalb wissen, was der Kunde benötigt, um eine fundierte Kaufentscheidung zu treffen. Einsteiger können aber auch direkt nach der Ausbildung zunächst als Sachbearbeiter beginnen; ebenso sind Praktika zum Hineinschnuppern neben längerfristigen Arbeitsverhältnissen denkbar.

"We are looking for top talents" ist die Botschaft, die, dem Beamer sei Dank, auch an der Wand erscheint. Es lockt die Arbeitsstelle an der Spree. Berlins Verheißung, sie lautet: "Komm´ in ein junges Team am Prenzlauer Berg, Durchschnittsalter 26, sei mit 100% Herzblut bei deiner Aufgabe und werde so Teil der start-up-Szene." Sie gewinnt in der Hauptstadt immer mehr an Bedeutung.


Text: PR-Gruppe

Foto: FP Commerce