Eindrucksvolles – nicht nur zum digitalen Wandel
Studierende als Gäste bei der Jahreshauptversammlung von MHK

Kein Aprilscherz: Bereits drei Tage vor dem 1. April, dem offiziellen Starttermin des Sommersemesters an der Fachschule des Möbelhandels, versammelten sich die Studierenden in Köln zu ungewohnter Zeit, um 5.00 Uhr morgens, vor den Reisebussen. Doch selbst bis zu diesem frühen Termin hatte so mancher von ihnen das Warten nicht ausgehalten. Ein eingeschworenes Team angehender Küchenfachberater vereinbarte bereits Wochen zuvor, sich noch 48 Stunden früher zu treffen, weit weg von der Schule, am Sehnsuchtsort Berlin.

Dort lockte ab Freitag die Jahreshauptversammlung der MHK-Group, an der insgesamt etwa siebzig Studierende und etliche ihrer Dozenten als Gäste mit großen Erwartungen teilnahmen. Wen wundert es da, dass ein Gruppenfoto, das gleich zu Beginn vor dem Estrel-Hotel entstand, lauter glückliche Gesichter zeigt? Sehr gerne sind Studierende jedes Jahr in Berlin zu Gast, freuen sich auf Begegnungen, auf einen regen Meinungsaustausch und auf inspirierende Informationen.

„Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen Dummköpfe Mauern. Kluge bauen Windmühlen.“ Eine alte chinesische Weisheit, die fast jeder irgendwann schon einmal so oder so ähnlich gehört hat. Es wundert nicht, dass MHK-Chef Hans Strothoff diese Metapher gerne aufgriff und dabei die MHK-Group selbstverständlich als Windmühlenbauer sah. Der Erfolg gibt ihm Recht: Für das Jahr 2018 sind über sechs Milliarden Euro als Umsatzergebnis der angeschlossenen Häuser eine eindrucksvolle Zahl. Denn es entspricht einer Steigerung des Vorjahresergebnisses um 8,3 %.

Für die Zukunft sollen weitere Wachstumschancen durch eine Fülle innovativer Maßnahmen erschlossen werden. Dabei richtet sich der Blick ganz wesentlich auch auf die Herausforderungen, die sich durch ein verändertes Konsumverhalten in der digitalen Welt ergeben. Nehmen wir etwa, ganz unbescheiden, die Studierenden der Möfa einmal als Beispiel: Wie kaufen sie ein? Wie fallen ihre Entscheidungen? Ganz sicher nicht wie bei den eigenen Eltern. Das analoge Zeitalter kennen sie nur aus deren Erzählungen. Millennials stehen nicht sofort im Geschäft, greifen stattdessen zum Smartphone oder bleiben erst einmal am Rechner sitzen, rufen dort eine Fülle von Informationen aus vielfältigen Quellen auf, schauen in Bewertungsportale, lassen sich dann vielleicht ein wenig mehr beeindrucken von einer bestimmten Website und vereinbaren nach dieser Recherche, am liebsten online, einen Termin.

Auf all das werden sich Anbieter zukünftig immer noch deutlicher einstellen müssen. Schließlich muss kein Hellseher sein, wer voraussieht, dass eine gute Küche und ein schönes Bad immer mehr auf die Wunschliste derjenigen geraten wird, deren Geburtstagstorte inzwischen bereits mehr als dreißig Kerzen fasst. Ein Generationswechsel vollzieht sich im Kreis potenzieller Kunden. Ebenso wechseln die Ansprüche. Genau deshalb erklärte der 24-jährige Autor und Unternehmensberater Philipp Riederle seinem Publikum die Jugend. Was dieser Brückenbauer zu den analogen Welten über das Informationsverhalten der digitalen Generationen Y und Z erzählte, war für die Zuhörer der Möfa bestens nachvollziehbar.

Doch was nützte eine zutreffende Diagnose, wenn sie folgenlos bliebe? Besonders beeindruckt zeigten sich die Studierenden daher von der Fülle an Innovationen, von der bei der Jahreshauptversammlung die Rede war. Beispielhaft erwähnt seien hier nur die neue Aufmaß-App „Easy room“ und ein Onlineplaner, der um einen Vorschlagsassistenten ergänzt wird. Kunden können so erst einmal durch spielerisches Ausprobieren im virtuellen Raum ein Gefühl für räumliche Möglichkeiten und für das Budget entwickeln. Haben sie dann genug gespielt, kommt vielleicht später der Profi zum Zug.

1000 Worte reichen nicht wirklich aus, um umfassend zu beschreiben, was ein Wochenende mit MHK für viele Studierende bedeutet. Da sind zum einen die vielen fachlichen Inputs, nicht zuletzt auch durch die Messe „living & style“. Nicht vergessen werden sollten jedoch auch die Augenblicke, die eher das Herz berühren. Vielleicht ist das schon der Fall, wenn der Gastredner Friedrich Merz angesichts der aktuellen politischen Situation eindringlich für eine Teilnahme an der Europawahl wirbt. Ganz sicher in Erinnerung bleibt die Begegnung mit strahlenden Schönheiten wie der Fernsehmoderatorin Jennifer Knäble und dem Model Rebecca Mir. Natürlich wurden hier die Handys sofort gezückt und die Chance zu einem Gespräch am Rande genutzt.

Und schließlich war da ja noch Anastacia. Der Auftritt des US-Stars im Rahmen eines glanzvollen Galaabends sorgte für den fulminanten Schlussakkord einer beeindruckenden Jahreshauptversammlung. An sie werden sich studentischen Teilnehmer gewiss noch lange erinnern.

Text: Frederick Denzinger, PR-Gruppe
Foto: Nina Marsch, MHK (Gruppenbild)