Mein Weg an die MÖFA
Wie Zukunftspläne Gestalt gewinnen

Für die einen geht das Jahr immer mehr auf das Ende zu, doch in der Fachschule des Möbelhandels, unter Insidern kurz „MÖFA“ genannt, geht es jetzt erst richtig los. Der 24. September dieses Jahres war für viele der Einstieg in eine neue Berufswelt. Und da komme auch ich ins Spiel: Mein Name ist Friederike Schüssel und ich bin 25 Jahre alt.

Warum ich an der MÖFA bin: Schon als kleines Kind habe ich damit angefangen, das Haus meiner Eltern zu zeichnen und dies gedanklich immer wieder mit anderen Möbeln zu bestücken. Leider musste ich mich damals auf mein Kinderzimmer beschränken – und selbst das häufig zum Leidwesen meiner Eltern. Schon früh war klar: „Dieses Kind sollte etwas mit Raumgestaltung machen“. Diesem Gedanken bin ich treu geblieben. Im Sommer dieses Jahres habe ich meine Ausbildung zur Raumausstatterin erfolgreich beendet und konnte es daraufhin kaum erwarten, die erhoffte Zusage der MÖFA zu erhalten.

Als ich vor zweieinhalb Jahren meine Ausbildung begann, kannte ich die Möbelfachschule in Köln noch gar nicht. Während meiner Ausbildungszeit hörte ich dann immer wieder MÖFA, MÖFA und nochmals MÖFA. Ob in der Berufsschule oder durch ehemalige Schüler dieser Schule, die genau wie ich, den Weg der Raumausstatterin eingeschlagen hatten. Mein Interesse war geweckt und ich begann mich eingehender zu informieren. Mich überraschte vor allem, wie viel diese Schule ihren Schülern bietet und war mir sicher, dass eine Universität dies in dem Maße für mich nicht leisten kann.

Im Januar 2018 konnte ich im Rahmen meiner Berufsschulzeit die Möbelmesse in Köln besuchen. Natürlich hatte auch die MÖFA dort ihren eigenen Stand und man erklärte dort allen Interessierten geduldig und umfangreich die verschiedenen Fortbildungsmöglichkeiten. Dies geschah mit einem Engagement, das mich letztlich vollkommen davon überzeugte, dass die MÖFA genau das ist, was ich mir erhofft hatte.

Nun sind bereits meine ersten Wochen an der Fachschule wie im Fluge vorbeigezogen und meine Mitschüler und ich haben uns dort schon gut eingelebt. Die ersten kleinen Reden wurden in Rhetorik gehalten, die ersten Zeichnungen in Raumgestaltung erstellt und die erste digitale Planung für einen Wohnbereich vollendet. Die MÖFA gibt uns Schülern einen guten Einblick in viele Bereiche des Möbelhandels und die Chance, erste Kontakte zu knüpfen. Dazu finden im Laufe der zwei Semester viele Exkursionen zu namhaften Möbelfirmen statt. Spannend finde ich auch die Vorträge externer Referenten im Rahmen des sogenannten „Branchenforums“.

Für mich war nach der Ausbildung klar, dass ich diese Chance nutzen sollte, die gerade mal sechzig Kilometer von mir entfernt liegt. Mein Plan ist es, nach dem einen Jahr der Weiterbildung als Einrichtungsfachberaterin meine Ausbildung im zweijährigen Lehrgang der MÖFA zum „Betriebswirt – Fachrichtung Möbelhandel“ weiter fortzusetzen.

Text und Foto: Friederike Schüssel