Hoch hinaus
Das „Skyline“-Projekt der Küchenfachberater

Haben Sie schon einmal etwas von der innovativen „Skyline-Küche“ gehört? Vom Unternehmen „Akzent Möfa“? Oder gar von dem Slogan „Das Beste für Ihre Küche – das Beste für Sie“?

Lohnend wäre das auf jeden Fall. Denn woran denken wir, wenn es um Wolkenkratzer geht? Sofort natürlich vor allem an die großen Metropolen dieser Welt – und an die Schönheit und die Faszination, die von der kühnen Architektur imposanter Gebäude ausgeht. Eine Küche, die von diesen Eindrücken inspiriert ist, wird klare Akzente setzen müssen. Leicht sollte ihre Anmutung sein, modular aufgebaut, mit unterschiedlichen Höhen und Breiten der einzelnen Elemente. Wie Küchen in einen optischen Schwebezustand geraten, leicht und leichter werden, hat beispielsweise Alno mit seiner Edition „Fly“ vorgemacht. Wer sich in manchen Bädern und Wohnräumen umschaut, findet viele weitere Inspirationen, die zum Thema „Skyline“ passen.

Speziell die Küche „Skyline“ hat allerdings eine Besonderheit: Sie gibt es nicht! Zumindest nicht als ein Produkt, das schon nach wenigen Wochen im Haus des Kunden stehen könnte. Trotzdem aber ist sie Realität, zumindest im Kopf und in der Vorstellung von gut zwanzig angehenden Küchenfachberatern. Da zumindest ist sie sehr konkret präsent. Denn über ein gutes halbes Jahr hinweg entwickelten die Studierenden im Rahmen ihrer Projektarbeit die Idee von einer Küche, von der sie träumen.

Und diesen Traum nahmen sie ganz ernst. Denn dieses Mal ging es nicht nur um das, was angehende Küchenfachberater an der Möfa täglich beschäftigt: die Planung ästhetischer und ergonomisch sinnvoller Küchen. Dieses Mal wollten die Studierenden etwas ganz Eigenes schaffen. Und so entstanden im Rahmen des fiktiven Unternehmens „Akzent Möfa“ Abteilungen mit verschiedenen Arbeitsschwerpunkten für die Kleingruppen. Von der Entwicklung des Produkts „Skyline“ bis hin zu seiner Vermarktung sollte der Ernstfall simuliert werden. Ein Produktkatalog mit über 320 Seiten entstand, inklusive Handzeichnungen von allen Produkten und Planungsbeispielen. Auch die Arbeitsgruppen für die Bereiche Finanzierung, Materialwirtschaft, Organisation und Marketing legten Ergebnisse vor, die am Ende ein umfangreiches Skript füllten.

Natürlich machte ein außerordentlich anspruchsvoller Arbeitsauftrag stellenweise Improvisation nötig; und wie so oft wurde die Zeit am Ende knapp. Dennoch hinterlässt „Skyline“ bei den Studierenden kein wolkiges, sondern eher ein himmlisches Gefühl: Weil viele Herausforderungen gemeistert wurden und „Motivation durch Teambildung“ kein abstraktes Schlagwort blieb.

Ein großer Stein, der ins Wasser fällt, zieht Kreise. Die Projektergebnisse wurden zunächst an der Schule vorgestellt. Doch ein weiterer Termin folgt noch: Auch in der Verbandszentrale von „DER KREIS“ werden Studierende von ihrem Skyline-Traum berichten.

Text: Henri Hüsemann
Foto: Robert Fischer