Von der Möfa nach Changchun

Ein neuer Job – 8000 Kilometer von der Schule entfernt

Changchun liegt im Nordosten Chinas und ist die Hauptstadt der Provinz Jilin. Hier leben über 7 Millionen Menschen. Viele sind arbeitslos und verdienen ihr Geld als kleine Händler oder Gelegenheitsarbeiter. Chaotisch wirkt auf den Europäer das Alltagsleben in den Straßen: Hier bewegen sich Menschen zu Fuß, mit dem Fahrrad, dem Eselswagen oder mit dem Moped fort, zugleich fahren aber auch – oft mit hohen Geschwindigkeiten und wenig orientiert an Verkehrsregeln – zahlreiche Taxis und Autos. Viele davon sind von VW.

Denn Changchun ist Chinas große Autostadt. Jetzt soll es das „Detroit des Ostens“ werden. „Joint ventures“ zwischen dem „Fahrzeugswerk Nummer 1“ auf der einen und VW und Audi auf der anderen Seite bestehen bereits seit den 90er Jahren; angesichts günstiger Entwicklungen auf dem chinesischen Markt haben sie immer mehr an Bedeutung gewonnen. 2006 wurde Wolfsburg zur Partnerstadt Changchuns. Im gleichen Jahr erhielt der deutsche Städteplaner Albert Speer den Zuschlag für die Planung einer Auto-Produktionsstätte von gigantischen Ausmaßen: Auf 120 Quadratkilometern soll eine neue Autostadt