Studienfach: B + O
Mein Weg zum „geprüften Arbeitsplatzexperten“

In den Studiengängen „Betriebswirtschaft“ und „Einrichtungsfachberatung“ bietet die Möfa gemeinsam mit Partnerunternehmen eine Zusatzqualifikation im Bereich der Büro- und Objekteinrichtung an. Über ihre persönlichen Erfahrungen mit diesem Kurs berichtet die angehende Betriebswirtin Sabrina Schmill:

Alljährlich finden im Juli die Examensklausuren an der Möfa statt. In den letzten Wochen davor werden die Tage in der Schule und am eigenen Schreibtisch oft besonders lang. Intensiv wird gelernt, mit besonderem Augenmerk auf präferierte Schwerpunkte. Noch nicht alle Studierenden der Abschluss-Semester sind sich aber völlig sicher, wie genau ihr Traumjob aussehen soll.

Für mich gilt das nicht. Seit dem ersten Tag an der MöFa war für mich klar: Ich möchte in den Büromöbelbereich! Nach einem abgeschlossenen Grafikdesignstudium werde ich mich ab Juli auch „Staatlich geprüfte Betriebswirtin – Fachrichtung Möbelhandel –“ nennen dürfen. Als gegen Ende des Wintersemesters außerdem die Teilnahme an einer Weiterqualifizierung „Büro + Objekt“ angeboten wurde, musste ich nicht lange nachdenken.

Mit zwanzig anderen „Möfisten“ gewann ich bei Büromöbelherstellern wie Vitra, Vario, König + Neurath und Ophelis wertvolle Eindrücke von Werten und Arbeitsmethoden der Unternehmen. Unsere Gesprächspartner setzen sich dort bereitwillig einer Fülle von Fragen aus.

Zusätzlich fand an drei Wochenenden die Fortbildung zum geprüften Arbeitsplatzexperten durch die Mensch&Büro-Akademie statt. Eine wohlinvestierte Zeit: Denn unser Referent Stefan Kleinhenz, Inhaber des Planungsbüros „Modul E“, Fachjournalist und -Trainer, verfügt über eine jahrzehntelange Erfahrung in der Kundenberatung und Büroplanung. Seine Schwerpunkte reichen von der Grundlagenermittlung beim Kunden über die Konzeption und Detailplanung bis hin zur Realisation, abgerundet durch die vertrieblichen Themen der Präsentation und Nutzendarstellung.

Kleinhenz’ pädagogische Bildung merkt man sofort an dem Talent, ein trockenes Thema wie Regelwerke mittels Humor und interaktiver Unterrichtsgestaltung aufzulockern.
„Das nicht allzu spannende Thema der Regelwerke schaffen wir gleich zu Beginn aus dem Weg, damit die restlichen Unterrichtsmodule nur noch Spaß machen“, versprach er – und hielt Wort.

Bald erarbeiteten wir ein Grundschema zur Arbeitsplatzanalyse. Wir legten individuell auf den zuvor definierten Nutzer abgestimmte Flächenmodule fest, welche wir dann in den vorgegebenen Raum integrierten – die geltenden Vorschriften dabei natürlich immer im Hinterkopf. Wir bedachten bei unseren Planungen die Art des Arbeitsplatzes, sinnvolle Anordnungen, Lösungen für Stauraum, Akustik und Licht. Schritt für Schritt entwickelten wir selbst moderne und funktionale Büroplanungen, die wir bei den Exkursionen nur wenige Wochen zuvor noch in den Schauräumen der verschiedenen Hersteller bewundert hatten.

Zu Beginn der Fortbildung war ich fasziniert von den Möglichkeiten, die einem heute zur Verfügung stehen, um ein Büro ergonomisch, funktional und wohnlich zu gestalten. Nach der Fortbildung verfüge ich selbst über ein vertieftes Verständnis der zur Büroplanung erforderlichen Überlegungen und Vorschriften. Genau wie meine Mitstudierenden: Die abschließende Prüfung wurde von allen Lehrgangsteilnehmern bestanden.

Text und Foto: Sabrina Schmill