„Das Aufregendste ist die Arbeit mit Menschen.“
Thomas Loeschke über seine neue Dozententätigkeit an der Möfa

Wachwechsel an der Möfa: Nach über 35 Jahren verließ Möfa-Dozent Harald Lache die Schule, um sich neuen Aufgaben zu widmen. Kollegen, Studierenden und Absolventen wird er als ausgezeichneter Fachmann mit hohem, weit über die Unterrichtsverpflichtung hinausreichenden Engagement in Erinnerung bleiben.

Damit auch zukünftig Fächer wie „Polstermöbelkunde“ und „Heimtextilien“ kompetent unterrichtet werden können, verstärken seit dem Frühjahr zwei neue Kollegen das Dozententeam der Fachschule: Thomas Loeschke und Franziska Pozo. In einem ersten Gespräch stellte sich Thomas Loeschke den neugierigen Fragen.

Möfa: Ein Mensch jenseits der Lebensmitte ist kein unbeschriebenes Blatt mehr. Im Laufe unseres Lebens sammeln wir eine Fülle an Einsichten und Erfahrungen. Nicht zuletzt mit Blick auf die Einrichtungsbranche gilt das sehr deutlich auch für Sie. Zweifellos werden Sie Ihren Studierenden viel kostbares Praxiswissen bieten können. Vielleicht erzählen Sie uns etwas über die wichtigsten Stationen Ihrer beruflichen Laufbahn.

Thomas Loeschke:
Ich habe Möbeldesign in Kiel studiert und war dann für sieben Jahre als Produktmanager in der Betten- und Polsterindustrie tätig. 1990 wurde ich zum Schulungsleiter bei Himolla. Seit 2001 arbeite ich als Selbstständiger in dieser Funktion, vorwiegend für Willi Schillig. Hinzu kamen in den letzten Jahren auch Seminare im Möbelhandel und für Hersteller und Vertreiber von Möbelstoffen.

Möfa: Sie haben einmal geschrieben, man mache nur das wirklich gut, was man liebe. Was reizt Sie besonders an der Tätigkeit als Dozent?

Thomas Loeschke: Das Tollste und Aufregendste ist für mich die Arbeit mit Menschen. Ich durfte im Laufe meines Lebens sehr viele interessante berufliche Erfahrungen machen. Die möchte ich gerne weitergeben!

Möfa: Bislang schon haben Sie viele tausend Teilnehmer bei Ihren Seminaren begrüßt. Jetzt schulen Sie angehende Einrichtungsfachberater und Betriebswirte auch an der Fachschule des Möbelhandels. Welche Themen werden hier im Vordergrund stehen?

Thomas Loeschke: Unsere Branche steht – aus meiner Sicht – vor einer riesigen Herausforderung: Den extrem aufgeklärten Kunden der Internet-Generation können wir nur dann begeistern, wenn wir unsere menschlichen und fachlichen Angebote immer wieder überprüfen und kundengerecht optimieren! Eine Grundlage hierfür ist umfassendes Praxiswissen beim Beraten und Verkaufen von Polstermöbeln und Matratzen.

Möfa:
Völlig neu sind Ihre Kontakte zur Möfa nicht. Wie kam es jetzt zur Vereinbarung über eine vertiefte Zusammenarbeit?

Thomas Loeschke:
Ich habe die Möfa schon immer für sehr wichtig empfunden, weil die Branche gut ausgebildete Mitarbeiter auf allen Ebenen braucht, die eben auch die „Denke“ der neuen Generation von Kunden haben. Die Möfa ist einzigartig in der Branche und deshalb lag es nahe, auch den nächsten Schritt zu gehen und dort zu unterrichten. Ich danke den Kollegen, die mich dabei unterstützt haben und der Schulleitung, die das jetzt ermöglicht hat!

Möfa: Ein enger Gedankenaustausch mit jungen Lehrerkollegen an der Schule ist ebenfalls vorgesehen…?

Thomas Loeschke: Die ersten Kontakte mit den neuen Kollegen haben mich sehr motiviert! Heute gilt – mehr als je zuvor – die These vom „lebenslangen Lernen“. Ich freue mich deshalb sehr darauf, neue Erfahrungen zu machen, mit Studierenden und den Kollegen an der Möfa.

Möfa: An der Möfa erinnern sich Dozenten an Ihre frühere Präsenz als Referent im Rahmen des Branchenforums. Dort haben Sie damals über Erfahrungen am POS gesprochen, die das Internet dem Kunden nur unzulänglich bieten kann. Welche Einsichten möchten Sie Studierenden besonders gerne nahelegen, wenn es um überzeugende Beratung geht?

Thomas Loeschke: Der Online-Handel wird weiter expandieren und dem stationären Handel Marktanteile abnehmen. Die meisten Kunden wollen die Möbel aber ausprobieren, bevor sie sich entscheiden. Hier sehe ich die Chance für den stationären Möbelhandel. Menschlichkeit und Sympathie, Zeit für den Kunden haben, fachliche Kompetenz, Kreativität, tolle Einrichtungs- und Dekoideen am POS: Das sind die Rezepte, um Kunden an das Möbelhaus zu binden. Gerade der mittelständische Möbelhandel hat noch relativ viele Stammkunden. Die gilt es zu pflegen! Online-Handel und stationären Möbelhandel sehe ich im Übrigen nicht als Gegensatz. Andere Branchen zeigen uns ja schon, wie man beide Welten miteinander verbinden kann.

Möfa: Werden Sie zukünftig ausschließlich an der Möfa unterrichten?
Thomas Loeschke: Ich werde weiterhin als freiberuflicher Schulungsleiter in der Möbelbranche tätig sein und im Rahmen eines Teilzeitvertrages zusätzlich an der Möfa unterrichten. Diese Praxisnähe macht gerade in Zeiten Sinn, in denen sich die Ansprüche an die Mitarbeiter im Möbelhandel so schnell und umfassend verändern.

Möfa: Herr Loeschke, wir wünschen Ihnen viele weitere gute Lehrerfahrungen an der Möfa.

Thomas Loeschke: Ich bedanke mich für die Fragen „auf den Punkt“ und freue mich auf Studierende und Kollegen an der Möfa!

Text: PR-Gruppe
Foto: Chantal Wolf, Ellen Küpper