Möfisten zu Gast bei der Jahreshauptversammlung von DER KREIS

„Was ist eigentlich ein Weinstopper?”. Das fragen sich amüsiert wir Studierende nach unserer Ankunft in Dresden. Wir betrachten das funkelnde Krönchen, das durchaus auch eine leicht bedrohliche Wirkung haben könnte („Vorsicht Verletzungsgefahr! Nicht auf den Fuß fallen lassen!“). Dann handeln wir aus, wer dieses Begrüßungsgeschenk als Andenken mit nach Hause nehmen soll. Schließlich nehme ich es mit – ich werde ja auch diesen Bericht schreiben.
Und nun liegt es vor mir: eine Krone!
Die dazu gehörende Verpackung ziert ebenfalls eine Krone, darüber das Motto des Kongresses: „CUSTOMER - Wissen, begeistern, gewinnen“. Schachfiguren sind noch darauf zu sehen; alles mehrheitlich in der Farbe des Kongresses in sattem, warmen Orange. Es geht also um den Kunden im Mittelpunkt, um Strategien in einem komplexen Spiel und um die solide Gemeinschaft der Küchenspezialisten. So würde ich es interpretieren.
Der Kunde soll begeistert werden; man setzt ihm die Krone auf. Zugleich verteidigen die Küchenspezialisten erfolgreich die Krone in der Küchenbranche und gewinnen am Markt. Sie wissen um die Stärke ihrer Gemeinschaft und feiern dies königlich, zum Beispiel an diesem Wochenende.
Und wir, die angehenden Küchenfachberater der Möfa, sind dazu eingeladen mitzufeiern, uns bekannt zu machen, uns bei den Vorträgen inspirieren zu lassen, Informationen zu sammeln, Eindrücke zu gewinnen und uns Dresden anzuschauen. Zu Letzterem haben wir gleich nach unserer Ankunft Gelegenheit. Wir freuen uns sehr darüber, dass die Unterkunft so zentral gelegen ist und dass nach dieser langen Busfahrt die klassischen Sehenswürdigkeiten zu Fuß zu erreichen sind: der Zwinger, die Semperoper, die Terrasse am Elbufer, das Fürstenzug-Wandbild, die Frauenkirche und, und, und ... Nach diesem schönen Spaziergang können wir uns an mehreren Büffets stärken und die sensationelle Terrasse des Kongresszentrums genießen. Der Abend setzt sich fort mit den Ehrungen der langjährigen Verbandsmitglieder und artistischen Darbietungen. Wir genießen es zu tanzen und uns bei netten Gesprächen an der Bar zu tummeln.
Am Freitag haben wir aufgrund der Anreise den Vortrag von Ralf Goldschmidt verpasst. Jedoch wartet nun ein Samstag auf uns, der uns jede Menge „Input" verspricht. Zunächst beginnt dieser Tag mit der Option eines „Warmlaufens" um 7.00 Uhr. „Ohne uns!“, entscheiden meine Zimmergenossin und ich. Wir haben aber hinreichend Respekt vor den Teilnehmern, die während unseres Frühstücks in der Hotellobby wieder eintreffen. Um 9.30 Uhr beginnt dann die Fachtagung mit der Ansprache von Herrn Schaible, dem Pionier der Küchenverbände und als Gründer und geschäftsführender Gesellschafter von DER KREIS unser personifizierter Gastgeber. Aus der Politik spricht CDU-Generalsekretär Dr. Peter Tauber. Dann gewährt uns die Preisverleihung für die schönsten Bäder und Küchen einen Einblick in die Leistungsfähigkeit der Mitglieder der Verbundgruppe.
Nach der Pause halten Oliver Strelow, Vertriebsleiter von DER KREIS Deutschland, und Stefan Waldenmaier, Vorstandsvorsitzender der Leicht Küchen AG, Fachvorträge aus der Küchenbranche – ihre Entwicklung im Allgemeinen und im Hinblick auf die Digitalisierung.
Bei allen Rednern kann man es heraushören: „Es läuft!". Beste Ergebnisse, gute Aussichten, solide Grundlagen ... Aber auch der dringende Appell: „Weiterlaufen!". Also nicht nachlassen, sondern die Spannung halten, sich nicht überholen lassen ...
Kurz kommt uns der Gedanke, dass es irgendwie doch gepasst hätte, die Laufschuhe nach Dresden mitzunehmen um für den Frühsport bereit zu sein und mitzuhalten.
Sehr sportlich geht es dann auch nach den Workshops für die Mitglieder weiter: Jochen Schweizer erzählt. Er erzählt aus seinem Leben als Ausnahmesportler, aus seinem Leben als schelmischer Spieler, aus seinem Leben als verantwortlicher Unternehmer - immer als Kämpfer gefordert. Man kann beeindruckt sein von seiner physischen – er hat uns die Oberarme eines Kajakfahrers gezeigt – und vor allem von seiner mentalen Stärke. Sein Vortrag hat den Titel: „Warum Menschen fliegen können müssen - Persönlichkeit und Unternehmertum."
Der „Input" des Tages wirkt nach und wir dürfen uns auf einen unterhaltsamen Festabend freuen, an dem mit Feuer gespielt, lecker gegessen und getrunken wird und an dem Jörg Knör als Entertainer des Abends viel Amüsantes zum Besten gibt (Auch er hat sich über den Weinstopper gefreut). Und wieder klingt der Abend bei Tanz und netter Unterhaltung aus. Es wird spät.
Am Sonntag haben wir dann Zweifel, ob uns die Schifffahrt auf der Elbe so gut bekommen wird. Jedoch meint es das Wetter mit allen Teilnehmern ausgesprochen gut und wir können bei strahlendem Sonnenschein und „ruhiger See" auf Deck entspannen. Die sächsische Schweiz zieht gemächlich vor unseren Augen vorbei. Später werden wir zum Gruppenfoto mit Ernst-Martin Schaible gebeten und fühlen uns einmal mehr an diesem Wochenende wahrgenommen und willkommen geheißen.
Tatsächlich – der „Weinstopper" auf meinem Schreibtisch lässt mich, wie schon in dem Begrüßungsschreiben von DER KREIS angekündigt, an nette Stunden in Dresden zurückdenken.
Wir bedanken uns herzlich bei Ernst-Martin Schaible, dass er uns dieses erlebnisreiche Wochenende durch seine Einladung ermöglicht hat.
Text: Kristina Kappler
Foto: DER KREIS