Gewandelte Orte
Wie Projektarbeiten Nutzen stiften

Unsere Gedanken gehen zurück an das Ende des Sommersemesters. Es ist Mitte Juli, die letzten Klausuren aus einer langen Kette von Leistungsnachweisen werden geschrieben. Noch einmal werden Tische auseinander geschoben. Noch einmal wird deutlich, dass es zum Erfolg weder Lift noch Rolltreppe, sondern nur die Mühen der Ebene gibt. Wer nicht stolpern will, muss mit vielen kleinen Schritten, einer nach dem anderen, dem Ziel entgegengehen. Er muss stets nach vorne schauen und etwas von dem Wert seines Zieles wissen.
Zum Glück aber gibt es an der Möfa viele freundliche Helfer, die den Weg zu Wissen und Karriere ebnen. Die Praxisnähe der Inhalte fällt hier vielen Studierenden ein; außerdem die überschaubaren Lerngruppen, der gute Teamgeist untereinander, die Exkursionen. Und, nicht zuletzt, gibt es da noch einen weiteren wichtigen Bereich, der für Motivation sorgt. „Da wird oft wirklich viel Arbeit investiert“, sagt eine Dozentin für das warenkundliche Themenfeld, „die Leute sind voll bei der Sache. Manchmal musst du schon aufpassen, dass sie sich nicht zu viel zumuten.“
Die Rede ist von den Projektaufgaben, die fester Bestandteil der Ausbildung sowohl bei Betriebswirten als auch bei Fachberatern sind. Es sind meist überschaubare Gruppen von Studierenden, die mit bereits erworbenem Wissen praktische Aufgaben lösen. Insgesamt vierzehn Projekte wurden allein im Sommersemester an der Möfa bearbeitet. Die Entwicklung der „Skyline“-Küche durch angehende Küchenfachberater, von der unser zweiter Artikel berichtet, ist dabei nur ein Beispiel für das vielfältige Engagement, das die Studierenden an den Tag legten.
Von manchen Menschen sagt man, sie hinterließen an einem bestimmten Ort oder nach bestimmten Begegnungen nur „verbrannte Erde“. Von den Studierenden der Fachschule lässt sich mit gutem Gewissen exakt das Gegenteil sagen. Wenn Projektteams einen Ort verlassen, sieht er anschließend stets schöner und zweckmäßiger aus. Manchmal scheint es dann so, als sei eine gute Fee durch ein Zimmer des Wohnheims gegangen. Dann ist mit möglichst wenigen Mitteln, vor allem mit dem gekonnten Einsatz von Heimtextilien, ein neues Raumgefühl entstanden; das Unternehmen „Christian Fischbacher“ half dabei mit den richtigen Materialien. Ein anderes Mal sieht ein Rotkreuz-Shop in Köln nach einigen Wochen völlig verändert aus. „Ihr Projektteam hat einen Superjob gemacht, vielen Dank“, lautet die Botschaft der Geschäftsführerin an ein Team, das sich auch für handfeste handwerkliche Arbeiten nicht zu schade war.
Oder, es geht in Zusammenarbeit mit dem österreichischen Unternehmen Fritz Egger auch angesichts der Flüchtlingsproblematik um neue Konzepte für Kleinraumwohnungen. Grundrissplanungen, Modelle im Maßstab 1: 25, Moodboards und perspektivische Ansichten wurden erstellt, um durch richtige Planung aus kleinen Räumen Wohlfühlinseln entstehen zu lassen.
Wovon sollte außerdem noch unbedingt die Rede sein? Wer von einer Angelegenheit spricht, verschweigt vielleicht zugleich das Beste. Ideen zu Guerilla-Marketing Aktionen könnten hierzu gehören, die von acht Einrichtungsfachberatern entwickelt wurden. Erwähnt werden sollte auch die Umgestaltung einer Stadtbücherei, 50 Kilometer östlich von Köln, im oberbergischen Bergneustadt. Die Lösung für einen Bericht über Vielfältiges kann hier wohl einfach nur im Mut zur Lücke bestehen. Dem wollen wir hier Rechnung tragen.

Text: PR-Gruppe / Foto: Alexander Kallenbach