Unser Ironman
Was Christian Geimer über den Reiz hoher Ansprüche weiß

„Es ist besser, einen Tag als Tiger gelebt zu haben als hundert Jahre als Schaf“, sagt ein Sprichwort aus Tibet. Was diese fernöstliche Weisheit konkret bedeuten könnte, lässt sich an der Möfa zum Beispiel von Christian Geimer, Betriebswirt im vierten Semester, erfahren. Denn nach dem Unterricht, im Pausengespräch, hat er hierzu Aufschlussreiches zu erzählen.

Im Mittelpunkt seiner Geschichte geht es um das, was das Spiel des Lebens anregend und abwechslungsreich macht. Schwerlich ist es die Stagnation, die alltägliche Routine, das bequeme Leben innerhalb der eigenen Komfortzone. Man muss nicht erst Peter Wohllebens Bestseller über das „geheime Leben der Bäume“ gelesen haben, um zu verstehen, dass es natürliche Gesetzmäßigkeiten gibt, die von der Pflanze bis hin zum Menschen gelten. Stets weiter wachsen zu wollen gehört hierzu. Im Frühling des Lebens allemal.

In diesem Sinne hat Christian Geimer das Feuer eigener Möglichkeiten längst entfacht. Wenn einer wahrhaftig nicht untertourig läuft, dann er. Neben seinem Studium investiert er im Jahr etwa 850 Stunden in ein sportliches Training, das ihn inzwischen zu beeindruckenden Erfolgen geführt hat. Als Triathlet hat er bisher an zwei Weltmeisterschaften teilgenommen. Das heißt: 3,8 Kilometer schwimmen, 180 Kilometer Rad fahren und 42 Kilometer laufen.

Wer hart an seine Grenzen geht, riskiert oft mehr als andere. Zwei Monate vor der Weltmeisterschaft in Australien nahm ein Auto dem Ausnahmesportler beim Radtraining die Vorfahrt. Schwerste Prellungen von Kopf bis Fuß und ein Bruch am rechten Handgelenk waren die Folge. Eine mehrwöchige Trainingspause wurde notwendig. Die Teilnahme an der Triathlon-Weltmeisterschaft schien mehr als fraglich.

Doch ein unbedingter Wille lässt sich nur schwer bezwingen. Nur so erklärt es sich, dass Christian Geimer sich schließlich doch an der Sunshine Coast im australischen Queensland als Wettkämpfer wiederfand. Und nur so erklärt es sich, dass der Ausnahmesportler trotz aller Hindernisse heute in der Ironman 70.3-Weltwertung als drittbester deutscher Amateur gelistet ist.

Sportler wie Christian Geimer wissen: Probleme sind Chancen zu wachsen. An der Aufgabe. Mit der Persönlichkeit. Das ist ein Wissen, das auch bei der Bewältigung zukünftiger beruflicher Aufgaben hilft. Wir wünschen ihm hierbei viel Glück.

Text: PR-Gruppe
Foto: Günter Geimer