Kundenversteher und Macher gesucht
Felix Kröncke (Haworth) über persönliche Erfahrungen
und zukünftige Chancen

So mancher berufserfahrene Besucher des Karrieretages saß vor etlichen Jahren auf der anderen Seite der Schulbank, als Studierender. So zum Beispiel Felix Kröncke. Am Karrieretag sprach er im Interesse des Büroausstattungsanbieters Haworth mit zukünftigen Absolventen. Die angehende Betriebswirtin Sophie Schnathmann nutzte die Gelegenheit zu einem eingehenderen Gespräch.

PR-Gruppe: Sie sind seit Oktober 2014 Vertriebsleiter des Unternehmens Haworth in Deutschland. Welche Aufgaben haben Sie dort? Was gefällt Ihnen besonders an Ihrem Job?

Kröncke: Ich leite den Vertrieb Deutschland der Haworth GmbH mit insgesamt drei regionalen Vertriebsteams. Zu meinen Aufgaben zählt die Entwicklung unserer strategischen Fachhandelspartner, Endkunden und Industrie-Partner. Ich habe dafür zu sorgen, dass wir erfolgreich in Umsatz und Ergebnis sind. Das ist mit viel Reisetätigkeit verbunden, somit bin ich fast jeden Tag unterwegs. Ich arbeite vor Ort in den verschiedenen Vertriebsregionen bei Kunden, unseren Showrooms und bei Händlern. Mit Menschen in Kontakt zu treten und vor Ort aktiv zu sein, ist für mich effizienter und macht mir viel Spaß.

PR-Gruppe: Gibt es eigentlich etwas, worauf Sie besonders stolz sind, vielleicht ein besonderes Projekt oder Ähnliches?

Kröncke: Ja, da gibt es tatsächlich etwas. Mit dem Eintritt von Henning Figge als VP Europe wurde Haworth 2013 noch einmal komplett neu aufgestellt. Dieses Projekt nannte sich „OneHaworthEurope“ und hat uns zum heutigen Haworth Europe geführt. Ich durfte das Projekt aktiv begleiten und beeinflussen. Dieser Change-Prozess hat viele neue Veränderungen in ganz Europa angetrieben und somit einen großen Umbruch geschaffen. Für das Unternehmen ein großer Schritt in eine erfolgreiche Zukunft. Auf den Orgatec-Messen im Jahre 2014 und 2016 erhielt Haworth für seinen neuen Auftritt viel Aufmerksamkeit. Somit könnte man sagen, dass Haworth einerseits seit 1948 ein Familienunternehmen ist und sich andererseits seit 2013 wie ein Start-up anfühlt, weil vieles quasi noch einmal neu eingestellt wurde.

PR-Gruppe: Sie haben selbst einmal die Möfa besucht. Wie kam es dazu?

Felix Kröncke: Ja, das stimmt allerdings! An der Möfa war ich von 1997 bis 1999 und habe dort meinen Betriebswirt gemacht. Die Geschichte bis hin zur Möfa ist eigentlich ganz lustig. Ich arbeitete zu der Zeit noch bei Habitat in Köln, wo auch einige Möfisten gearbeitet haben. Die haben mich dann auch direkt zu einer Möfaparty mitgenommen und mir viel Positives über die Möbelfachschule berichtet. Ich war direkt begeistert, vor allem, weil dort auch BWL angeboten wird. Somit konnte ich in Köln bleiben, das Thema Möbel begeisterte mich und das praxisbezogene Studium dauerte nur zwei Jahre.

PR-Gruppe: BWL ist bestimmt eine gute Grundlage für eine erfolgreiche Karriere. Inwiefern haben Sie sonst noch persönlich vom Schulungsprogramm profitiert?

Kröncke: Am meisten geholfen hat mir persönlich die Ausrichtung der Schule speziell auf Möbel. Außerdem natürlich das enorme Netzwerk, welches die Möfa ermöglicht. Dadurch trifft man in dieser doch kleinen, überschaubaren Branche oft auf Möfisten und ist direkt viel vertrauter und offener miteinander. Man tauscht sich gegenseitig aus, lernt viele Leute kennen und hat als Möfist eine Tür mehr offen.

PR-Gruppe: Gab es auch einen Lieblingslehrer oder ein Lieblingsfach?

Kröncke: Ja, einen Lieblingslehrer hatte ich tatsächlich. Das war mein damaliger Klassenlehrer Herr Dr. Weide („Doc Weide“), bei dem wir auch Gestaltung hatten, was mir aber leider gar nicht lag. Herr Dr. Weide war für mich nicht nur ein Lehrer, sondern hat mich vielmehr auch noch lange als Mentor und Ratgeber begleitet. Er stand mir oftmals zur Seite, wenn ich Entscheidungen treffen musste. Es war einfach toll, einen unabhängigen Berater hinzuziehen zu können, der auch noch so viel Erfahrungen in der Branche hat. Daraus ist ein freundschaftliches Verhältnis geworden, und ich muss schon sagen, wir schätzen uns beide sehr, auch wenn wir uns nicht mehr so oft über den Weg laufen wie früher. Hierfür bin ich bis heute sehr dankbar.

PR-Gruppe: Würden Sie dem Branchennachwuchs einen Besuch der Möfa empfehlen?

Kröncke: Auf jeden Fall würde ich zu einem Besuch raten! Ich bin sogar ein großer Freund und Befürworter der Möfa und versuche selbst immer neue Leute für die Schule zu gewinnen und Werbung zu machen. Die Fachschule kann zum Karrieresprungbrett für jeden werden, der offen für Neues ist und natürlich auch viel Fleiß zeigt!

PR-Gruppe: Wie sieht eigentlich der perfekte Bewerber für Sie aus? Welche Kenntnisse und Eigenschaften sollte er unbedingt aufweisen?

Kröncke: Ja, der perfekte Bewerber. Manchmal liegt der Schwerpunkt nicht auf den Kenntnissen und Fähigkeiten, sondern eher auf dem Typ selbst. Bei Haworth suchen wir Leute, die eine gewisse Empathie vorzeigen und welche die Herausforderung annehmen, die verschiedensten Kunden glücklich zu machen. Also könnte man auch sagen, dass wir heute weniger Produktverkäufer suchen, sondern eher „Kundenversteher“ und „Macher“.

PR-Gruppe: Sehen Sie gute Karrierechancen in Ihrem Unternehmen?

Kröncke: Dafür bin ich ja das beste Beispiel! Die Karrierechancen sind immer da! Seit fast sieben Jahren bin ich nun im Unternehmen und durfte ja selbst einen großen Karriereschritt zum Vertriebsleiter machen. Ein großer Pluspunkt bei Haworth in Bezug auf Karriere ist auch, dass wir uns immer erst intern umschauen, wenn eine neue Stelle besetzt werden soll. So wird erst den internen Mitarbeitern eine Chance auf eine verantwortungsvolle Position gegeben, die bereits gute Arbeit leisten und offen für neue Herausforderungen sind.

PR-Gruppe: Herr Kröncke, wir danken Ihnen für Ihr Engagement und für Ihr Interesse am Branchennachwuchs. Wir hoffen auch weiterhin auf eine gute Zusammenarbeit.

Text: Felix Kröncke, Sophie Schnathmann
Foto: Hanna Krug