Der Reiz des Neuen und Erfolgreichen
Was Möfisten mit dem BMK-Innovationspreis 2019 verbindet

„Innovation“ ist für viele ein magisches Wort. In Gedanken schicken wir uns mit ihm eine Ansichtskarte aus der Zukunft. Wir denken an Veränderung und an belebenden Fortschritt, an neue Möglichkeiten im Morgen. Stets schwingt im Begriff die Frage mit, was das Allerbeste für unser Leben in den nächsten Jahren sein könnte, was sich also im Alltag tatsächlich bewähren wird, weil es konkrete Probleme überzeugend löst. Die Erfahrung lehrt uns, dass der neueste Schrei oft schneller verhallt als wir denken. Anderes dagegen wird zunächst oft gnadenlos unterschätzt.

Was ist also wirklich zukunftsträchtig? Welche Idee ist wie ein Stein, der – ins Wasser geworfen – gleich weite Kreise zieht? Was verdient in ganz besonderem Maße unsere Aufmerksamkeit und Anerkennung? Wenn es um Küchenmöbel, -geräte und -zubehör geht, sind das Fragen, die den Bundesverband Mittelständischer Küchenfachhandel (BMK) seit Langem beschäftigen. Sichtbarer Ausdruck dieses Interesses an Neuheiten, die sich in der Zukunft als umsatzstark erweisen sollen, ist der BMK-Innovationspreis. Er wird am Nachmittag des 15.01.2019 im Rahmen der „LivingKitchen“ in Halle 5.2 an einfallsreiche Hersteller verliehen.

Es ist beileibe nicht das Votum von Sternendeutern und Wahrsagern, das zu bestimmen versucht, welche Neuheiten unser Küchenleben in den nächsten Jahren noch schöner und noch zweckmäßiger machen werden. Vielmehr ist es der deutsche Küchenfachhandel, der das Abstimmungsergebnis zu 40 % bestimmt. 30 % fallen dem BMK-Vorstand und weitere 30 % einer Fachjury zu, die sich in diesem Jahr in der Fachschule des Möbelhandels zusammenfand.

Doch schauen wir noch auf eine weitere Gruppe, von der bei diesem Thema dringend die Rede sein muss. Wer interessiert sich besonders brennend für die Zukunft? Die Antwort ist so einfach wie naheliegend: Menschen, die im Schnitt noch weniger als 10.000 Tage alt sind und deshalb noch besonders viel von dieser Zukunft vor sich haben. Hierzu gehören auch die angehenden Küchenfachberater der Möfa. Mit Blick auf den Innovationspreis übernehmen sie eine wichtige Rolle – sowohl bei der Planung und bei der Akquise von Teilnehmern als auch bei der Durchführung der Preisverleihung. Es ist eine anspruchsvolle Aufgabe, der sich junge Berufseinsteiger hellwach und engagiert widmen. Denn deutlich gesehen wird die besondere Chance, an einem konkreten Beispiel vieles über Veranstaltungsmanagement, Marketing und Verkauf zu lernen.

21 Innovationen von 18 Herstellern präsentierten die Studierenden Anfang Dezember 2018 vor der Fachjury. Vorausgegangen war eine intensive Vorarbeit, die von Möfa-Dozentin Sabine Gantzkow betreut wurde. Informationen wollten recherchiert und aufbereitet, angemessene Formen der Präsentation durchdacht und mehrfach im Vorfeld geübt werden. „Ich wirke nicht aufgeregt?“, fragte ein Küchenfachberater kurz vor seinem entscheidenden Auftritt – und ergänzte: „Das täuscht!“ Dann aber gelang, was gelingen sollte. Wieder einmal zeigte sich: Das beste Rezept, mit Ängsten umzugehen, ist massive wiederholte Aktivität. Man muss die Dinge einfach tun, um immer besser zu verstehen, wie sie funktionieren.

Das wichtigste Werkzeug des Beraters ist seine präzise und zugleich anschauliche Sprache. Studierende werden Anfang 2019 eine weitere Chance erhalten, eben dieses Werkzeug vor großem Publikum erneut auszuprobieren. Die Vorstellung der Innovationspreisträger bietet hierzu den geeigneten Rahmen. Die Studierenden freuen sich auf die Herausforderung.

Text: Helmut Steinmetz / Foto: Tahir Yonakci